Donnerstag, 16.08.2018 21:31 Uhr

Erstligastimmung durch Tribünentausch

Verantwortlicher Autor: Edgar Hungs EUPEN (Belgien), 19.10.2017, 10:38 Uhr
Presse-Ressort von: Edgar Hungs Bericht 4309x gelesen
Die neue Tribüne für die Anhang der KAS Eupen
Die neue Tribüne für die Anhang der KAS Eupen  Bild: Edgar Hungs

EUPEN (Belgien) [ENA] Am kommenden Samstag zum Heimspiel der AS Eupen gegen den KV Mechelen (21. Oktober 2017 um 20.00 Uhr) geht für die Fans der KAS ein Wunsch in Erfüllung. Dann werden die beiden Tribünen T 2 und T 4 einer neuen Zweckbestimmung übergeben. Fortan werden die heimischen Anhänger auf der T 2 Platz nehmen.

Die Gäste wechseln auf die gegenüberliegende Seite in den Bereich T4B. Damit gehen eine Reihe von baulichen und verkehrstechnische Maßnahmen einher. Die Ergebnisse der ersten Umbauphase wurden auf der heutigen Pressekonferenz vorgestellt und erläutert. Die zweite und letzte Phase soll bis zum 31. Januar 2018 abgeschlossen sein. Solange läuft die Genehmigung des Belgischen Fußballverbandes, während der Meisterschaft aufgrund von baulichen Umänderungen nur eine verminderte Zahl an Plätzen zur Verfügung zu stellen.

„Die Neuregelung kam in enger Kooperation zwischen der Stadt Eupen, der Polizei der Zone Weser-Göhl und der AS Eupen zu Stande.“ war der Tenor der beteiligten Gesprächspartner. Die Veränderungen rund ums Stadion sollen allesamt einen Mehrwert für die Anwohner und die Besucher schaffen. Gleich zu Beginn gab es eine gute Neuigkeit: eine letzte Inspektion aller Sicherheitsdienste gab heute ihr Einverständnis, dass wie geplant, der Tausch dann für das kommende Heimspiel am Samstag vollzogen werden kann. Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg (PFF/Liberalen) hatte dann nur noch einen Wunsch: dass die neue Heimtribüne noch mehr hiesige Zuschauer ins Kehrweg-Stadion locken und somit für eine ligataugliche Stimmung sorgen würden.

Wichtig ist für das Eupener Stadtoberhaupt, dass man das Parkplatzproblem durch die gesamten Veränderungen nun in den Griff bekommt. Für Daniel Keutgen (Zonenchef der Polizeizone Weser-Göhl) waren insbesondere 2 Aspekte von Bedeutung: der Zeitpunkt des Tribünentausches, der vor den schwierigen Risikospielen nun stattfindet und vor allem das Einbinden der Anwohner in der Suche nach Lösungen. „Wir haben mit allen Beteiligten verschiedene Szenarien analysiert und durchgespielt. Was heute auf dem Tisch liegt, ist die bestmögliche Lösung unserer Überlegungen.“ so Keutgen.

Der Eingang Schönefeld wird geschlossen. Ab dem 21. Oktober erreichen die Fans der Gastmannschaften das Stadion der AS über den oberen Kehrweg. Der Gästeeingang liegt gegenüber dem Funkhaus des BRF. Am unteren Ende des Kunstrasenplatzes sowie auf beiden Seiten des oberen Kehrwegs stehen bei Spielen der Sicherheitsstufe C bis zu 17 Stellplätze für die Autobusse der Gästefans zur Verfügung. Der Zugang zur neuen Gästetribüne T4B (761 Plätze) erfolgt über einen neu angelegten Weg entlang des Kunstrasenplatzes bis zum Ticketschalter zwischen dem Kunstrasenplatz und dem B-Platz. Der andere Teil der Tribüne (T4A) ist ab 2018 für die AS-Anhänger vorgesehen. Diese werden dann sicherheitsbedingt durch eine Wand von den Gästefans getrennt.

Mit dem Tribünentausch sind nicht nur für die Besucher der früheren Stehtribüne T4, die jetzt auf die T2 (zurzeit: 2370 Plätze) wechseln, wichtige Neuerungen verbunden. Ab sofort erfolgt der Einlass zum Stadion zu allen Tribünen der Heimanhänger (T1, T1bis, T2 und T3) über die Eingänge am Kehrweg rechts und links der Tribüne T2. Auf dem Vorplatz des Stadions stehen zusätzliche Ticketschalter zur Verfügung. Der Eingang Schönefeld wird geschlossen. Auch bei den Spielen der Sicherheitsstufe C stehen den AS-Fans die Seitenstreifen der Frankendelle als Parkraum zur Verfügung. Die Straße bleibt für den Verkehr offen. Keutgen sieht hier a priori keine Probleme.

Doch möchten alle Beteiligten noch zusätzliche Erfahrungswerte sammeln und dann gegebenenfalls die Situation neu überdenken. Auch sei je nach Spiel und Verkehrslage Teilsperrungen möglich. Klinkenberg sieht keine Fortführung des Shuttlebusses. „Die Resonanz auf das Angebot war enttäuschend. Vielleicht gäbe es für die Zukunft eine andere Regelung.“ gibt sich Klinkenberg dennoch positiv, die Gesamtsituation noch durch Kleinigkeiten zu verbessern.

AS-Generaldirektor Christoph Henkel nennt die Verwirklichung des Gesamtkonzeptes als einen Ausdruck des Teamgeistes aller Beteiligten. Bis zum Ende der 2. Bauphase sei man aber noch flexibel und möchte Erfahrungen sammeln. Diese Indikatoren sollen dann analysiert und bei Bedarf angepasst werden. Kleinere Arbeiten in der kommenden Phase schaffen dann den nötigen Raum für insgesamt 8.335 Stadionbesucher (ein Plus von 250 Plätze). Mit der Anpassung der Notausgänge und der Erweiterung des Stehbereichs erreicht die neue Heimtribüne eine Kapazität von 2837 Zuschauer.

Henkel ist überzeugt, dass der Wechsel auch von den Fans positiv bewertet wird: „Es war ein Wunsch der Anhänger mit vielen Emotionen. Ja, wir haben unsere Überlegungen mit den Fans ausgetauscht. Sie dürfen nun den Haupteingang benutzen.“ Die Anzahl Plätze auf der Gästetribüne liegt im Durchschnitt der Liga. Er sieht dadurch keine Mindereinnahmen für den Verein. Das Angebot für die hiesigen Zuschauer hat sich nun verdreifacht.

Das Kehrweg-Stadion erhöht nach Beendigung der zweiten Bauphase ab Februar 2018 seine Kapazität. Dann könnten 8335 Zuschauer zu den Heimspielen der AS kommen. Das neue Verkehrskonzept rund um den A-Platz schafft die endlich ersehnte Verkehrsberuhigung. Die Anwohner auf Schönefeld und den anliegenden Straßen werden dies mit Zufriedenheit sehen. Bleibt zu hoffen, dass die hiesige Bevölkerung dieses Angebot in Anspruch annimmt. Erstligatauglich ist das Stadion allemal.

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