Sonntag, 24.06.2018 13:21 Uhr

First In - Gastronom wegen Mordes unter Verdacht

Verantwortlicher Autor: Marc Störmer Frankfurt, 14.05.2018, 19:03 Uhr
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Trümmerhaufen mitten in Frankfurt
Trümmerhaufen mitten in Frankfurt  Bild: Marc Störmer

Frankfurt [ENA] Erfolgreicher Gastronom hinterlässt binnen kürzester Zeit einen Trümmerhaufen in seinem Leben. Dass das Leben des 50 Jährigem Jan M. so eine Wende nimmt, hätte er Anfang 2017 nicht gedacht, als er das Gerücht mit dem pöbelnden Sexmob mitten auf der Freßgass in die Welt setzte.

Dass er sich als Medium eine bekannte, bildorientierte Presse zu Nutzen machte verhalf ihm zwar zur kurzfristigen, internationalen Aufmerksamkeit - insbesondere jedoch der Polizei und Staatsanwaltschaft. Dass dies alles nach nur einem Jahr später in einer tragischen Nacht enden wird, konnte natürlich keiner wissen. Mit der Ermordung der Dreißigjährigen schreibt die Beziehung von Irina A. und Jan M. ein neues Kapitel. Irina A. ist die Haupt- Belastungszeugin gegen Jan M. im Prozess um die Verbreitung der Behauptungen um die Silvesternacht 2017, der im Juni beginnen soll. Eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft gab an, dass der Prozess wie geplant statt finden wird.

Nachdem die Spurensicherung der Polizei bereits am Mittwoch Blutspuren des Verdächtigen am Tatort sicherstellen konnte, wurde Jan M. mittels Haftbefehl festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Irina A. wurde auf bestialische Art durch Schläge und Stiche getötet. Zum Motiv des Täters wollte die Staatsanwaltschaft noch keine Angaben machen, es gebe aber mehrere Thesen. Der im Rotlichtmilieu bekannte Gastronom, der mutmaßlich auch Kontakte zur Rocker- und rechten Szene unterhält galt nicht gerade als zimperlich im Umgang mit Frauen.

Silvesternacht 2016/2017

Irina A. und Jan M. haben rund 6 Wochen nach der Silvesternacht 2016/2017 das Gerücht in die Welt gesetzt, dass ein pöbelnder Sexmob durch die Freßgass gezogen sei und seine Gäste attackierte. Außerdem solle der überwiegend aus Asylanten und Nordafrikanern bestehende Sexmob die Gäste beleidigt, bedroht und ausgeraubt haben. Irina A., der Angestellten des Tatverdächtigen sollen mehrere Beteiligte zwischen die Beine gegriffen und sie sexuell bedrängt haben. Das Gerücht hatte weltweite Auswirkungen und die Behauptung kam auf, die Polizei verschweige eine Wiederholung der Kölner Silvesternacht von 2016 in Frankfurt.

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